Wasser- und Brunnenprojekte

Eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, Nahrungssicherheit und Hygiene ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dieses wichtige Lebenselement ist jedoch für rund zwei Milliarden Menschen weltweit, insbesondere für Menschen in Entwicklungsländern, nicht ausreichend verfügbar (vgl. WHO/UNICEF Joint Monitoring Program for Water Supply, Sanitation and Hygiene (JMP) – 2017 Update and SDG Baselines). Aufgrund der Wasserknappheit versuchen dort viele Menschen während der Regenzeit Wasser in Tümpeln zu sammeln - mit verheerenden Folgen: Stehende Gewässer gelten als optimale Brutstätte für Erreger, wie z.B. den Guineawurm. Dieser gefährliche Parasit bohrt sich durch die Haut und verursacht langwierige und schmerzhafte Entzündungen. Insgesamt werden - so die Angaben der Weltgesundheitsorganisation - 80 Prozent aller Erkrankungen in Entwicklungsländern durch verunreinigtes Wasser hervorgerufen. Mehrere Millionen Menschen sterben jährlich an - vermeidbaren - Krankheiten durch schlechte Wasserqualität.

Zum Teil müssen täglich viele Kilometer zurückgelegt werden, um sauberes Trinkwasser für den täglichen Bedarf heranzuschleppen. Diese schwere und zeitintensive Arbeit wird oft von Kindern übernommen. Für den Besuch einer Schule bleibt ihnen so häufig keine Zeit.

Eines unserer Hauptanliegen ist die Verbesserung der Wasserversorgung in Westafrika. So fördern wir beispielsweise in Kamerun den Bau von Wasserversorgungssystemen in Dörfern, die bisher keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatten (CARD-Wasserversorgungsprojekte).
Unter dem Motto „Wasser ist Leben“ bauen wir in Zusammenarbeit mit örtlichen Hilfsorganisationen Brunnen und Sanitäreinrichtungen in Benin, Ghana und Togo.

 

(Foto oben: © hadynyah - istockphotos.com)