Ebolaepidemie

(Guinea, Liberia, Sierra Leone 2014)

In Guinea und in Liberia hat die Ebolaepidemie, die wahrscheinlich im Dezember 2013 begann, zwischenzeitlich die Hauptstädte Conakry und Monrovia erreicht. Alarmierend ist die Pressemitteilung von „Ärzte ohne Grenzen“ vom 23. Juni: „Die Epidemie ist außer Kontrolle“. Dies trifft insbesondere für das dritten von Ebola betroffene Land Sierra Leone zu, wo die Fallzahlen sehr schnell ansteigen. Bislang sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 632 Menschen an Ebola gestorben, davon 206 in Sierra Leone.

Ebola ist eine hoch ansteckende Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. In bis zu 90 Prozent der Fälle kann die Erkrankung laut WHO tödlich enden. Das Ebola-Virus wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Patienten, die an Ebola erkrankt sind, müssen isoliert und alle Kontaktpersonen überwacht werden. Eine Impfung gegen das Virus gibt es bisher nicht.

Mangelnde Aufklärung, Unverständnis gegenüber der Infektion sowie das Festhalten an Traditionen, z.B. das Küssen Verstorbener, erschweren eine Eindämmung der Epidemie. Häufig verbreitet sich der Erreger innerhalb der Familie rasant.

Bezirksapostel Michael Ehrich, der unter anderem die betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone betreut, wendet sich mit einem Rundschreiben an die neuapostolischen Gemeinden vor Ort und bittet darum, vorbeugende Maßnahmen dringend zu beachten. Dazu gehören z.B. Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder die Reinigung und Desinfektion verschmutzter Oberflächen, das intensive Kochen von Wildfleisch sowie das vermeiden von engem Kontakt zu Erkrankten. Bei der Pflege von Ebolakranken muss Schutzkleidung getragen werden.

Das Missionswerk hilft durch den Kauf von Hygieneartikeln. Zudem werden vor Ort tätige Organisationen, wie z.B. das Rote Kreuz, bei der Durchführung von Aufklärungs- und Sensibilisierungs-Kampagnen unterstützt.