Weitere Spenden in 2011

1.000 Euro: AWO Ambulante Dienste, Bruchsal

1.000 Euro: Sozialstation Stutensee-Weingarten e.V.

2.000 Euro: Alzheimer Gesellschaft Mittelfranken e.V.

1.000 Euro: Caritas Tagespflege Albtal, Waldbronn

500 Euro: Kirchliche Sozialstation Bernhard von Baden e.V., Achern

1.000 Euro: "Fröhliche Runde" Köngen

1.000 Euro: Altenpflegeheim St. Franziskus, Achern

1.000 Euro: Essinger Seniorenbetreuung e.V.

1.000 Euro: Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V.

1.000 Euro: Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel

1.000 Euro: TrotzDem - Für ein Leben in Würde trotz Demenz e.V. Ulm

500 Euro: Arche NOAH e.V., Karlsruhe

1.000 Euro: Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt

150 Euro: Honorar für den Vortrag "Mit Vergessen leben - Demenz", Schwäbisch Hall

1.000 Euro: Alzheimer Selbsthilfegruppe, Wörth

1.000 Euro: Diakonisches Werk, Karlsruhe

1.000 Euro: Alzheimer Gesellschaft Berchtesgadener Land

500 Euro: Diakoniestation Blaufelden, Demenzfachtag (Zuschuss für Referenten)

1.000 Euro: Demenzzentrum Enzkreis

Förderschwerpunkt im Jahr 2011: Hilfe bei Demenz

Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz, einer Erkrankung des Gehirns, die meist altersbedingt auftritt. Menschen mit Demenz sind nicht „einfach nur vergesslich“, sondern ernsthaft krank. Sie werden zunehmend unselbstständig und hilflos und benötigen verstärkt Hilfe von außen.

Die Betreuung und Pflege von demenzkranken Menschen erfolgt überwiegend im häuslichen Umfeld durch Angehörige. Diese „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ erfordert viel Engagement und oftmals Verzicht auf Freizeit. Dadurch treten häufig die eigenen Kontakte in den Hintergrund und es besteht die Gefahr einer unbeabsichtigten sozialen Isolation. Wer einen Demenzkranken pflegt, ist extrem gefordert und belastet und benötigt früher oder später entlastende Hilfe.
Diese Hilfe können Angehörige und die Betroffenen selbst unter anderem in Selbsthilfegruppen erhalten - in Form von Information und Beratung, Gesprächen, Freizeit- oder Betreuungsangeboten. Solche Angebote werden größtenteils durch Eigenmittel der Hilfesuchenden und Spenden finanziert.

Im Rahmen des Jahresförderschwerpunkts 2011 - Hilfe bei Demenz - werden Hilfsangebote für Demenzkranke und deren Angehörige finanziell bezuschusst. Durch die Beauftragten für humanitäre Hilfe in den Apostelbereichen werden spendenwürdige Initiativen in ganz Süddeutschland ausgewählt und im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets unterstützt.

1.000 Euro für Demenz-Projekte in Villingen-Schwenningen und Rottweil

Der Evangelische Diakonieverein Villingen-Schwenningen e.V. und der Pflegestützpunkt im Landratsamt Rottweil erhielten eine Spende von je 500 Euro. Diese Summe soll der Betreuung von demenzkranken Menschen zugutekommen.

Der Evangelische Diakonieverein in Villingen-Schwenningen betreibt eine Demenzbetreuungsgruppe, in der einmal wöchentlich für drei Stunden Menschen mit Demenz zusammenkommen. Dort gibt es dann Kaffee und Kuchen, es wird miteinander gesungen gebastelt und gespielt. Damit ein Betreuungsschlüssel von eins zu eins angeboten werden kann, ist die Diakonie auf die Mitarbeit zahlreicher ehrenamtlicher Hilfskräfte angewiesen.
Simon Dürr, Vorsteher und Leiter der neuapostolischen Kirchengemeinde Villingen konnte sich bei der Spendenübergabe am 17. November 2011 persönlich von der warmen und harmonischen Atmosphäre in der Gruppe überzeugen.

Der Pflegestützpunkt in Rottweil wird mit der Spende des Missionswerks Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Demenz“ für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Verkäufer im Einzelhandel durchführen. Häufig bestehen Unsicherheiten im Umgang mit demenzkranken Menschen, z.B. wenn eine „verwirrte“ Person auf der Straße aufgegriffen wird. Für solche Situationen möchte der Pflegestützpunkt Hilfestellung geben.
Steffen Schanz, Vorsteher und Leiter der neuapostolischen Kirche in Rottweil, überreichte den Scheck bereits am 11. Juli 2011 an Sozialdezernent Bernd Hamann.

Spende für das „Demenzkaffee Konfetti“ in Kempten

Im April 2011 eröffnete in Kempten/St. Mang das „Demenzkaffee Konfetti“ – ein Ort, an dem sich an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen treffen und miteinander reden können; man trinkt gemeinsam Kaffee, singt miteinander Lieder und vieles mehr. Die Betreuung der Demenzkranken erfolgt durch ehrenamtlich tätige Fachkräfte. Die betreuenden Angehörigen können sich im „Konfetti“ beraten lassen oder die freie Zeit zur Entspannung nutzen, die ihnen die Betreuung ihrer Angehörigen im Café bietet.
Träger des Projekts ist die Alzheimer Gesellschaft Allgäu e.V. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Ohne die Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Helfer wäre die Umsetzung eines Projekts wie des „Demenzkaffees Konfetti“ undenkbar.

Im Oktober übergab der Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Kempten-Ost, Bernd Prestel, eine Spende des Missionswerks in Höhe von 1.000 Euro an den stellvertretenden Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Allgäu, Bernd Hummel. Davon können dringend benötigte Liegen besorgt werden, sodass die Betroffenen einen Möglichkeit haben, sich im Café auszuruhen.

1.500 Euro für Selbsthilfegruppen im Kirchenbezirk München-Süd

Drei Selbsthilfegruppen von Angehörigen demenzkranker Menschen freuten sich Ende Oktober über eine Spende des Missionswerks von je 500 Euro.

Unter ihnen ist die Demenz-Angehörigengruppe des Sozialdiensts Germering e.V. Einmal im Monat kommen dort Angehörige Demenzkranker unter Anleitung einer psychotherapeutischen Fachkraft zum Erfahrungsaustausch zusammen.
Viele stoßen bei der Pflege eines demenzkranken Angehörigen an ihre Grenzen. Im Gruppenaustausch werden diese Grenzen besprochen und Informationen ausgetauscht. Ebenso werden bestehende Hilfsangebote erläutert. Die Teilnahme an der Angehörigengruppe ist für die Betroffenen kostenlos.

Auch die Alzheimer Gesellschaft im Landkreis Ebersberg sowie die Alzheimer Gesellschaft in München erhielten eine finanzielle Unterstützung.

Unterstützung der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart

Die Alzheimer Beratungsstelle der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. erhielt am 12. Oktober 2011 eine Spende des Missionswerks.
3.000 Euro überreichte Manfred Fröhlich, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Apostelbereich Stuttgart, an Günther Schwarz, den Ansprechpartner der Fachberatung Demenz.

Die Fachberatung Demenz bietet kulturelle Angebote für demenzkranke Menschen sowie Informations- und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. So gibt es beispielsweise Betreuungsgruppen für Demenzkranke in Stuttgart sowie einen „Helferkreis“, der die Betreuung zuhause ermöglicht. Zudem werden für pflegende Angehörige Gesprächskreise und Themenabende mit Informationen rund um das Thema „Demenz“ angeboten.

Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. – kurz „eva“ – ist ein gemeinnütziger Verein. Dessen Ziele sind unter anderem die Ermöglichung eines Lebens in Würde, das Lindern von Not sowie die Förderung sozialer Verantwortung. Zur Verwirklichung dieser Ziele ist der Verein auf Spenden angewiesen.

„Karlshöhe“ in Ludwigsburg unterstützt

Im Rahmen des Förderschwerpunkts „Hilfe bei Demenz“ erhielt die „Karlshöhe“, eine gemeinnützige Einrichtung mit Sitz in Ludwigsburg, Anfang Oktober eine Spende des Missionswerks.
Mit „Herz, Verstand und christlicher Nächstenliebe“ setzt sich die „Karlshöhe“ für Menschen im Alter von drei bis 101 Jahren ein, die Unterstützung benötigen – so auch im Bereich der Altenhilfe. Die Spende des Missionswerks in Höhe von 1.000 Euro kommt unmittelbar der Demenzbetreuung zugute, versicherte Pfarrer Frieder Grau, der, gemeinsam mit dem Leiter der „Karlshöhe“, Jochen Brühl, die Spende am 6. Oktober 2011 entgegennahm.

Scheckübergabe an die Alzheimer Gesellschaft Augsburg e.V.

Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro übergab der Bezirksvorsteher des neuapostolischen Kirchenbezirks Augsburg-West, Paul Hepp, an Evelyn Landherr, Ursula Kalb und Dr. Jens Schneider von der Alzheimer Gesellschaft Augsburg e.V. Die noch sehr junge Alzheimer Gesellschaft wurde 2009 gegründet und arbeitet ausschließlich mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Im Raum Augsburg werden Demenzkranke und deren Angehörige unterstützt und beraten – unter anderem durch Vortragsveranstaltungen und Gesprächskreise.
„Ich darf Ihnen persönlich versichern, dass der Betrag unmittelbar den an Demenz Erkrankten und ihren Angehörigen zugutekommt“, so Dr. Jens Schneider, Erster Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Augsburg.

„Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ – Missionswerk unterstützt Modellprojekt

„Etwa 10-15% der Patienten im Krankenhaus sind an einer Demenz erkrankt“ (Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Bayern, Konzept für ein bayernweites Projekt Menschen mit Demenz im Krankenhaus). Mit einem Anstieg der Zahl an Patienten mit Demenz ist, schon aufgrund der demografischen Entwicklung, zu rechnen. „Von einer demenzgerechten Pflege in den Allgemeinkrankenhäusern“ sind wir weit entfernt, so die Vorsitzende der Deutschen Alzheimergesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein. „Nicht selten wird der Aufenthalt für den Kranken zu einer Krisensituation mit negativen Auswirkungen auf die weiteren Lebensperspektiven“ (ebd.). So führen zum Beispiel die veränderte Umgebung, die geänderten Tagesabläufe sowie die Anwesenheit fremder Personen häufig zu einer Verschlimmerung der Symptome, die mit der Demenzerkrankung zusammenhängen. Eine Folge kann das Auftreten problematischer Verhaltensweisen sein. „Das Pflegepersonal befindet sich in der Klemme zwischen den Bedürfnissen der demenzkranken Patienten, den Beschwerden der Ruhe wünschenden Mitpatienten und ihren täglichen Routineaufgaben bei engem Personalschlüssel“ (ebd.). Das Krankenhauspersonal ist auf die Herausforderungen im Umgang mit demenzkranken Patienten häufig nicht vorbereitet.
Um dem entgegenzutreten hat der Landesverband Bayern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, zusammen mit sieben regionalen Alzheimer Gesellschaften, ein Modellprojekt in Kooperation mit regionalen Krankenhäusern begonnen. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Pflege von demenzkranken Patienten im Krankenhaus. Zu den Projektinhalten zählen unter anderem die Schulung von Ehrenamtlichen, die eine qualifizierte Begleitung der Patienten mit Demenz im Krankenhaus gewährleisten sollen, die Aufklärung von Angehörigen im Vorfeld eines Krankenhausaufenthalts sowie die Schulung des Krankenhauspersonals.
Das Missionswerk unterstützt dieses Projekt mit 10.000 Euro. Am 25. Juli 2011 übergab Bischof Udo Göhlmann (Apostelbereich Nürnberg) die Spende an die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Bayern, Frau Mia Schunk.

1.000 Euro für den Verein „GemsE“

„GemsE“, die Abkürzung von „Gemeinsam statt Einsam“, ist der Name eines gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Rickenbach-Egg (Landkreis Waldshut). Unter anderem informiert der Verein über Alzheimer- und Demenzerkrankungen, unterstützt und berät Betroffene und deren Angehörige und schafft Begegnungsmöglichkeiten zwischen Betroffenen und Angehörigen. Im Rahmen eines Sommerfestes erhielt der Verein eine Spende des Missionswerks in Höhe von 1.000 Euro. Aus diesen Mitteln soll der Besuchsdienst erweitert werden, so Inge Gallinger vom Verein GemsE e.V. Übergeben wurde die Spende durch den Bezirksvorsteher der Neuapostolischen Kirche Lörrach, Gerhard Brunke, und den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Rudi Srock.

Hilfsvereine für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in Mannheim unterstützt

Eine Finanzspritze in Höhe von je 1.000 Euro erhielten drei gemeinnützige Hilfsvereine in Mannheim, die sich um Demenzkranke und deren Angehörige kümmern – die Alzheimer Gesellschaft Mannheim – Selbsthilfe Demenz e.V., der Verein zur Beratung und Begleitung älterer und verwirrter Menschen und ihrer Angehörigen (VIVA) e.V. und die Sozialstation Neckarau-Almenhof e.V. Zu den Hauptaufgaben dieser Vereine zählt die Beratung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Sabine Schulz, Erste Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Mannheim, beschreibt die Aufgaben des Vereins unter anderem wie folgt: „Im vergangenen Jahr fielen über 600 Beratungsgespräche für Ratsuchende an, häufig in deren Privathaushalten. Circa 40 Vorträge über die Krankheit, den Umgang mit Demenzkranken, rechtliche Probleme und über praktische Hilfen fanden in Altenheimen statt, beim Deutschen Roten Kreuz vor jungen Menschen, die ein soziales Jahr absolvieren oder in caritativen beziehungsweise kirchlichen Einrichtungen.“

Zusätzlich bieten die Vereine entlastende Angebote für pflegende Angehörige an. So findet beispielsweise in der Sozialstation Neckarau-Almenhof ein sogenannter „Dienstagskreis“ statt. „Jeden Dienstag treffen sich demente und nicht demente Menschen, um miteinander zu singen, zu erzählen, zu turnen, zu kochen und um gemeinsam zu essen.“

Die Beratungsstelle VIVA unterstützt Menschen mit Demenz und ihre Angehörige z.B. durch Gruppenangebote. „Der Gruppenprozess bietet Menschen mit Demenz aber auch ihren Angehörigen eine Lernerfahrung an und schafft ein unterstützendes Umfeld: Menschen mit Demenz lernen über gemeinsam Erlebtes, sich bewußt wahrzunehmen und erhalten dadurch ihre soziale Orientiertheit. Pflegende Angehörige hingegen lernen in der Gruppe ihre schwankenden Gefühle von Liebe und Verlust, Geduld und Verzweiflung auszudrücken und in stärkerem Maße zu akzeptieren.“ (Tätigkeitsbericht der Beratungsstelle Viva 2010)

Um solche Hilfen anbieten zu können, sind die Vereine auf Spenden angewiesen. „Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die seit Jahren aufgebaute und gewachsene Arbeit unserer Einrichtung“ – so der Dank von Hermann Paulus, stellvertretender Vorsitzender der Sozialstation Neckarau-Almenhof, für die Unterstützung des Missionswerks.

Finanzierung von Informationsveranstaltungen und Mitfinanzierung eines Kochbuches

Am 10. Juni erhielt die Alzheimer Gesellschaft Niederbayern e.V. eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Diese Mittel werden zur Finanzierung von regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen und zur Mitfinanzierung eines Kochbuches verwendet, das von demenzkranken Menschen gestaltet wird.

Die Alzheimer Gesellschaft Niederbayern e.V. unterstützt demenzkranke Menschen bei der Krankheitsbewältigung und hilft betroffenen Angehörigen durch Aufklärung und emotionale Unterstützung. Der eingetragene Verein mit Sitz in Deggendorf ist überregional tätig. Zu dessen Aufgaben gehören unter anderem die Information und Beratung von direkt und indirekt Betroffenen, die Entlastung von pflegenden Angehörigen, die Anregung und Unterstützung von gesundheits- und sozialpolitischen Initiativen sowie die Zusammenarbeit mit anderen „Demenzhilfe“-Einrichtungen.

Spenden für demenziell Erkrankte und deren Angehörige im Apostelbereich Freiburg

Im Apostelbereich Freiburg, zu dem die Bezirke Dornhan, Freiburg, Lörrach, Offenburg, Tuttlingen und Villingen-Schwenningen gehören, fanden im Juni 2011 zwei Spendenübergaben statt.

Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro ging an den Caritasverband für den Landkreis Lörrach e.V. Der Verein bietet ein vielseitiges Angebot für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen an – dazu gehören Betreuungsgruppen und Freizeiten für Menschen mit Demenz, Gesprächskreise und eine Beratungsstelle für die Angehörigen von Demenzkranken.
Die Spende wurde am 9. Juni durch Gerhard Brunke, Vorsteher des neuapostolischen Kirchenbezirks Lörrach, und Jürgen Nef, Vorsteher der Gemeinde Lörrach, an Marita Wendel und Silvia Steimle-May übergeben. Marita Wendel leitet die Angehörigen-Gesprächsgruppen, in denen sich die pflegenden Angehörigen austauschen können und Hilfe bei organisatorischen Fragen erhalten. Silvia Steimle-May kümmert sich, zusammen mit rund 100 ehrenamtlichen HelferInnen, um demenzkranke Menschen in so genannten „Betreuungsgruppen“. Mit der Spende des Missionswerks werden beide Gruppen unterstützt.

Eine weitere Spende in Höhe von 1.000 Euro erhielt am 14. Juni 2011 der Betreuungsverein Villa Schwobthaler e.V. Die „Villa Schwobthaler“, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft in Endingen am Kaiserstuhl, bietet eine familienähnliche Wohn- und Lebensform für zwölf an Demenz erkrankte Menschen. Das Wohnkonzept wird durch das Zusammenwirken von Fachkräften, Ehrenamtlichen und Angehörigen ermöglicht. Karl-Friedrich Braun (Neuapostolische Kirche Freiburg) übergab die Spende an die Erste Vorsitzende des Betreuungsvereins, Barbara Schnellen.

Missionswerk unterstützt Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg mit 10.000 Euro

Diagnose "Alzheimer" – ein Schock für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Rund 140.000 Menschen in Baden-Württemberg sind von der Alzheimer Krankheit betroffen – Tendenz steigend.
"Menschen mit Alzheimer Demenz unterliegen einem fortschreitenden hirnorganischen Leistungs- und Funktionsabbau. Anfangs sind die Betroffenen noch weitgehend autonom, später führt der zunehmende Gedächtnisverlust bis zum totalen geistigen Verfall. Weitere Merkmale sind vielfältige Orientierungsstörungen und meist auch eine starke Veränderung der Persönlichkeit. Die Krankheit ist bis heute irreversibel progressiv und unheilbar, auch wenn es mittlerweile Medikamente zur Verzögerung des Krankheitsverlaufs gibt." (Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg)
Wer an Alzheimer leidet, wird zunehmend unselbstständig und ist auf Hilfe von außen angewiesen. Diese Hilfe wird häufig durch Angehörige im häuslichen Umfeld rund um die Uhr geleistet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die seelischen, nervlichen und körperlichen Kräfte der Pflegenden schnell an Grenzen geraten. Doch was tun, wenn einem die häusliche Pflegesituation über den Kopf zu wachsen droht?

Eine erste Anlaufstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige ist die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. Beratung, Information und Aufklärung über Diagnose, Verlauf und Therapiemöglichkeiten der Krankheit aber auch die Vermittlung von Versorgungs- und Entlastungsangeboten gehören zu deren primären Aufgaben. Auch der Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen in Baden-Württemberg hat sich die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg zur Aufgabe gemacht. So gibt es bisher weit über 300 Betreuungsgruppen für Demenzkranke, 137 Angehörigengruppen, 137 Häusliche Betreuungsdienste und etwa 80 regionale Demenzberatungsstellen in Baden-Württemberg.
Ehrenamtliches Engagement spielt in diesen Gruppen eine wichtige Rolle. Dieses unverzichtbare Engagement der vielen Ehrenamtlichen unterstützt die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg nicht zuletzt durch ein jährliches Fortbildungsangebot.

"Der Landesverband finanziert sich vorrangig durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Wir sind daher dringend auf weitere finanzielle Unterstützung von Sponsoren, Spendern und Mitgliedern angewiesen, um unsere Arbeit aufrechterhalten und ausbauen zu können", so die Geschäftsführerin Sylvia Kern, die am 7. Juni 2011 eine Spende des Missionswerks entgegennahm. Mit 10.000 Euro aus dem Budget für die humanitäre Hilfe im Inland soll die wichtige Arbeit des Verbands unterstützt werden und damit der Betreuung, Beratung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zugute kommen.

Umfangreiche Informationen zum Thema Demenz gibt es auf der Homepage der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg.

Finanzielle Unterstützung für Alzheimer-Angehörigen-Gruppe in Buchen

Im Rahmen des diesjährigen Förderschwerpunkts "Hilfe bei Demenz" erhielt der Kreisverband Buchen des Deutschen Roten Kreuzes eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Diese Spende kommt der Alzheimer Beratungsstelle in Buchen zugute, die Hilfe für Demenzkranke und deren Angehörige anbietet und weitgehend von ehrenamtlichen Helferinnen getragen wird.

Am 15. Mai übergab der Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Buchen, Dr. Gunther Hirsch, die Spende an Roland Burger, 1. Vorsitzender des DRK-Kreisverbands und Bürgermeister  der Stadt Buchen. Ebenfalls anwesend waren Sigrid Schmitt, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands und Dr. med. Valentin Hoss, Gründer und Mentor der Alzheimer-Angehörigengruppe. In ihrem Grußwort dankten sie für die Zuwendung, die eine Verbesserung der Strukturen für die ehrenamtlich Tätigen und somit eine erhebliche Entlastung für die Angehörigen von Demenzkranken ermöglicht.

DRK-Initiativen im Landkreis Böblingen mit Spende gewürdigt

Über eine Spende von 1.200 Euro freuten sich Claudia Kocher-Hülsmann, Leiterin der Ambulanten Dienste im DRK-Kreisverband Böblingen, sowie Bettina Scheu, zuständig für die Betreuung Demenzkranker und deren Angehörigen.
Drei Betreuungsgruppen für Demenzkranke sowie ergänzende Gesprächskreise für die Angehörigen Demenzkranker in Sindelfingen, Weil der Stadt und Renningen werden an dieser Spende beteiligt.

Die Mitarbeiter in den Betreuungsgruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger. "Die ehrenamtlichen Mitarbeiterteams bereiten Themen liebevoll vor und versuchen durch angemessene Aktivierung die vorhandenen Fähigkeiten [der Demenzkranken] zu fördern und dies auch als Anregung den Angehörigen für Beschäftigungen zu Hause mitzugeben", so Bettina Scheu. "Die Gesprächskreise richten sich an alle Menschen, die demenzkranke Menschen versorgen und betreuen. Das sind vorwiegend Ehepartner, Kinder und Enkelkinder."