Förderschwerpunkte 2015

Förderschwerpunkt Flüchtlingshilfe

Tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Familien mit Babys … – sie alle sind vor Krieg und Angst, Not und Elend in ihrer Heimat geflüchtet. Erschöpft, viele verängstigt, ja traumatisiert, kommen sie nach teils schrecklichen Strapazen in Deutschland an.

Nicht von ungefähr ist Flüchtlingshilfe das beherrschende humanitäre Thema in den Medien. Flüchtlingshilfe ist auch ein Förderschwerpunkt des Missionswerks im Jahr 2015.

Fokus auf persönlichem Einsatz

Da es eine Vielzahl von Spendenaufrufen zugunsten von Institutionen gibt, die sich auf vielfältige Weise bei der Hilfe für Flüchtlinge einbringen, liegt der Fokus auf dem persönlichen Einsatz von Kirchenmitgliedern zugunsten von Menschen, „die aus ihrer Heimat geflohen sind und nun als unsere ‚Nächsten‘ Hilfe brauchen“, wie es Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland und Erster Vorsitzender im Vorstand des Missionswerks, in einem Schreiben an alle Gemeinden ausdrückte.

In Fortführung der spontanen Hilfsbereitschaft vieler Menschen, die den Flüchtlingen buchstäblich beim Ankommen beistehen, sind Kirchenmitglieder aufgerufen, in Arbeitskreisen/bei Projekten von Hilfseinrichtungen mitzumachen, die in diesem Bereich viel Fachwissen und Erfahrung haben, zum Beispiel von Caritas und Diakonie. Dadurch ist unter anderem die Möglichkeit von fachlicher Einweisung und Begleitung, der Austausch mit anderen Ehrenamtlichen, Rückhalt und Unterstützung gegeben, und das Engagement kann nachhaltig sein.

Grundsätzlich liegt der Schwerpunkt der „begleitenden Hilfe“ im persönlichen, ehrenamtlichen Engagement der neuapostolischen Christen: Befürwortet wird das Schaffen einer „Willkommenskultur“ – durch Ermöglichen von Kontakten, Gesprächen und Austausch, Begleitung bei Terminen (Arzt, Freizeit, „Kleidertruhe“ …), Angebote wie Hausaufgabenhilfe, Spielkreise, Freizeitaktivitäten, Begegnungscafés usw. Doch auch wenn die Kirchenmitglieder als Privatpersonen auftreten, können sie bei Bedarf bestimmte Ressourcen der Kirche einbringen, zum Beispiel Nebenräume der Kirchengebäude für „Kaffeetreffen“ mit Betreuern.

Für Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Flüchtlingshilfe, an denen Kirchenmitglieder beteiligt sind, steht aus dem Budget des Missionswerks ein namhafter Betrag zur Verfügung. (Detailinformationen geben die Beauftragten für humanitäre Hilfe in den Apostelbereichen.)

Besuchen Sie zu diesem Thema auch die Homepage der Gebietskirche, Bericht: „Flüchtlingshilfe: Unterstützung von hilfswilligen Glaubensgeschwistern“

LERNEN FÖRDERN - Berufsvorbereitung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen

Wie bereits in den vergangenen Jahren, unterstützt das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. auch im Jahr 2015 den Verein LERNEN FÖRDERN. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der finanziellen Hilfeleistungen, die das Missionswerk zur Verfügung stellt, bei Projekten zur Vorbereitung auf die Teilhabe am Arbeitsleben von Kindern und Jugendlichen mit Lernbehinderungen.

Der Verein LERNEN FÖRDERN, der in den Landesverbänden Baden-Württemberg und Bayern organisiert ist, ist ein Selbsthilfefachverband zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lernbehinderungen. Mit vielen regionalen Vereinen und Partnern, werden zahlreiche Projekte initiiert und durchgeführt, die die Chance auf ein selbstständiges Leben verbessern.

„Aktive Teilhabe in der Gesellschaft ist das Ziel aller Projekte und Maßnahmen zu Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Lernbehinderungen. Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil für die Teilhabe in der Gemeinschaft“, sagt Mechthild Ziegler, die Vorsitzende des LERNEN FÖRDERN Landesverbands Baden-Württemberg. Aus diesem Grund setzt sich der Verein LERNEN FÖRDERN dafür ein, dass junge Menschen mit Lernbehinderungen so unterstützt werden, dass ihre Teilhabe in der Gesellschaft und am Arbeitsleben dauerhaft gleichberechtigt verwirklicht werden kann.

Die Ausschreibung der Mittel für den Förderschwerpunkt im Jahr 2015 erfolgt über den LERNEN FÖRDERN - Landesverband Baden-Württemberg und Bayern.

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