Taifun "Bopha"

(Philippinen 2012)

Am 4. Dezember 2012 zog der Taifun „Bopha“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h über die philippinische Insel Mindanao hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Laut Berichten des "United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs" (UNOCHA) verloren dabei über 1.000 Menschen ihr Leben. Mehr als 200.000 Häuser wurden beschädigt oder vollständig zerstört. Über 6 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen des Taifuns betroffen und leben zum Teil in Evakuierungszentren.

 „Durch die starken Winde und Überschwemmungen wurden neben den Bananen- und Kokosplantagen auch viele Reisfelder armer Kleinbauern in Mitleidenschaft gezogen, was in vielen Fällen einen Ausfall der gesamten Ernte bedeutet“, erklärt Martin Riester vom Hilfsprojekt „Mariphil“, der mit seiner Hilfsaktion „Taifunhilfe Bopha“ bereits mehrere Tonnen Reis an die Betroffenen verteilt hat. „Mariphil" betreibt ca. 50 km vom Katastrophengebiet entfernt Hilfsprojekte, die vom Taifun verschont geblieben sind. Von dort aus können die Hilfseinsätze für die Opfer des Taifuns koordiniert werden. „All unsere Fahrzeuge, Gebäude und Kommunikationsmittel sind erhalten und somit voll einsatzbereit. Wir haben uns verpflichtet gefühlt, sofort eine Hilfsaktion ins Leben zu rufen und mit unseren begrenzten Mitteln zu helfen“, berichtet Riester.

Das Missionswerk unterstützt „Mariphil“ mit 20.000 Euro bei der inzwischen angelaufenen zweiten Phase der „Taifunhilfe Bopha". Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zur Sicherung der mittelfristigen Lebensmittelversorgung. Kleinbauern werden bei der Beschaffung von Saatgut unterstützt, damit sie ihre Felder schnellstmöglich wieder aus eigener Kraft bewirtschaften können. Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich dabei auf die Ortschaft Compostela und Umgebung – das „Hinterland“, wo bisher nur wenige Hilfsmittel angekommen und die Menschen auf sich alleine gestellt sind.