Projektnummer

30130002

Waisenhaus Minse in Kamerun

Im westafrikanischen Land Kamerun leben über eine Million Kinder unter 15 Jahren, die einen oder beide Elternteile verloren haben. Unter ihnen sind über 300.000 AIDS-Waisen (Aidswaisen International 2009).

Die meisten afrikanischen Länder verfügen nicht über ein Sozialprogramm für Waisenkinder, sodass nach traditionellen Vorschriften die Verwandten für die Versorgung der Kinder aufkommen müssten. Diese sind damit jedoch häufig überfordert, da die eigenen finanziellen Mittel nicht einmal für die Versorgung ihrer eigenen Kinder ausreichen. Die Folge: Zahlreiche Waisen sind auf sich alleine gestellt und kämpfen tagtäglich auf der Straße um das eigene Überleben.

Waisenhäuser bieten für diese Kinder einen Zufluchtsort. Dort werden sie mit allen lebensnotwendigen Dingen versorgt, erhalten die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen und damit die Chance auf ein besseres Leben.

Waisenhaus Minse

Die Anfänge des Waisenhauses Minse reichen bis ins Jahr 1999 zurück, als eine neuapostolische Christin eltern- und heimatlose Kinder in ihren damaligen Hüttentrakt aufnahm. Antoinette Binyom war im Polizeidienst tätig gewesen und deshalb vielfach mit dem Elend von Straßenkindern und AIDS-Waisen konfrontiert. Daher hatte sie sich für ihren Ruhestand vorgenommen, diesen Kindern zu helfen.

2002 regten Apostel Volker Kühnle und Bischof Eberhard Koch, beide tätig im westafrikanischen Land Kamerun, eine Spendenaktion im Kirchenbezirk Stuttgart-Degerloch zugunsten dieser Privatinitiative an - die überwältigende Summe von über 45.000 Euro war das Ergebnis des Spendenaufrufs.

Mit Hilfe dieser Spenden konnte 2003 mit dem Bau eines Waisenhauses im kleinen Buschdorf Minse, ca. 100 km westlich der kamerunischen Hauptstadt Yaounde, begonnen werden. Das Gebäude bietet Platz für bis zu 60 Waisenkinder und wurde am 20. August 2004 feierlich durch Apostel Volker Kühnle eingeweiht und an Antoinette Binyom übergeben. Das neue Gebäude bietet den Kindern eine für afrikanische Verhältnisse großzügige Unterkunft, in der sie zu einer großen Familie zusammenwachsen können.

Für den Unterhalt und die Versorgung der Waisen kommt "human aktiv" auf, zumal bis jetzt keine staatliche Hilfe erfolgt. Insbesondere aus Mitteln von Spendenaktionen werden der Lebensunterhalt und darüber hinaus die Zukunftschancen der Waisenkinder durch eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung gesichert.