Projektnummer

30002000

Wasser ist Leben

Mit dem Projekt "Wasser ist Leben" unterstützt "human aktiv" den Bau von Brunnen und Toilettenanlagen in den westafrikanischen Ländern Benin, Ghana und Togo.

Insbesondere in den am stärksten vernachlässigten ländlichen Regionen werden Brunnen gebohrt und mit Pumpen und Filtern ausgestattet. Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser können sogenannte "water born diseases" - Krankheiten, die auf eine schlechte Trinkwasserqualität zurückzuführen sind - vermieden werden.

Der Bau von Toilettenanlagen, sogenannte "KVIP" (Kenian Ventilated Indirekt Pit), sorgt für eine maßgebliche Verbesserung der hygienischen Standards. In Dörfern, denen der Zugang zu solchen Einrichtungen fehlt, verrichten die Bewohner ihre Notdurft in der freien Natur. Exkremente gelangen dadurch ins Trinkwasser und führen zu einer rasanten Verbreitung von Krankheiten, wie zum Beispiel Cholera.

"Human aktiv" stellt für diese Projekte bis zu 80.000 Euro jährlich zur Verfügung.

Projektbeispiel: Brunnenbau

Für die rund 300 Bewohner des Dorfes Adantokpodji im Landesinneren von Togo, etwa 150 km von der Hautstadt Lomé entfernt, wurde im Jahr 2010 ein Brunnen gebaut. Dieser wurde von der Kirche in Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma für Brunnenbau errichtet; projektverantwortlich war ein Mitarbeiter der in Accra (Ghana) ansässigen Bauabteilung der Kirche "Westafrika". Ursprünglich war der Brunnen auf 27 Meter Tiefe angelegt, es zeigte sich aber, dass erst in 40 Metern Tiefe Wasser führende Schichten erreicht wurden.

Die Einwohner von Adantokpodji beteiligten sich aktiv am Bau ihres Brunnens: Täglich halfen etwa fünf Personen bei den Bauarbeiten, angeleitet durch einen Fachmann für Brunnenbau. Innerhalb weniger Monate konnte so der Brunnen fertig gestellt und im April 2010 in Betrieb genommen werden.

Die offizielle Brunneneinweihung erfolgte durch Apostel Bansbach, verantwortlich für die Betreuung der Kirchengemeinden in Togo, am 3. August 2010. Die Einweihung wurde von den Dorfbewohnern wie ein großes, fröhliches Dorffest begangen. Die Freude, nun sauberes Trinkwasser zu haben und dafür nicht einmal weite Wege auf sich nehmen zu müssen, war groß.

Die Kosten für diesen Brunnen beliefen sich auf rund 4.000 Euro.

 

Projektbeispiel: Bau von Toilettenanlagen

Drei Gemeinden im Süden Ghanas - Teacher-Mante, Abepotia und Feyiase - erhielten im Jahr 2010 je eine KVIP-Toilettenanlage. Diese wurden durch den dort tätigen Apostel Boakye beantragt und kommen allen Dorfbewohnern zugute.

Von Anfang an wurde die Dorfgemeinschaft in die Projektplanung und -durchführung mit einbezogen. So beteiligten sich die Einwohner zum Beispiel aktiv an der Ausgrabung des Fundaments. Die Beteiligung der Begünstigten an den Projektarbeiten ist wichtig, da sie sich nach Abschluss des Projekts im Sinne der "Hilfe zur Selbsthilfe" selbstständig um den Erhalt der Anlagen kümmern.

Die Einweihung der neuen Toilettenanlagen fand im November und Dezember 2010 (Teacher-Mante und Feyiase) sowie im Januar 2011 (Abepotia) in einem feierlichen Rahmen statt. Hierzu waren unter anderem Personen des öffentlichen Lebens eingeladen.

Die Kosten pro Toilettenanlage lagen zwischen 3.500 und 4.000 Euro.